
Lassen Sie uns über Galliumiodid-Lampen sprechen.
Falls Sie mit der UV-Härtung Probleme haben, dann sind Sie vermutlich an einen Punkt gekommen, an dem die herkömmlichen Quecksilberlampen nicht mehr ausreichen. Sie eignen sich zwar für viele Anwendungen, doch bei dicker Tinte oder bestimmten Photoinitiatoren versagen sie oft bereits nach kurzer Zeit.
Daher kommen unsere Galliumiodid-Lampen ins Spiel. Sie strahlen Lichtwellen im Bereich zwischen 300 nm und 450 nm aus – das verändert die Situation bei der industriellen Drucktechnik komplett.
Tiefe Härtung des Auftrags
Bei der „tiefen Härtung“ spielt die Wellenlänge eine wichtige Rolle. Quecksilberlampen haben einen hohen Schwerpunkt bei 254 nm. Das ist für dünne Schichten in Ordnung, doch bei Hochpigment-Tinten oder dicken Beschichtungen bleiben diese kurzen Wellen an der Oberfläche stecken. Das Ergebnis: Die Oberfläche wirkt trocken, doch die darunterliegende Schicht bleibt feucht. Dadurch kann die Schicht leicht abblättern.
Galliumiodid-Lampen hingegen versetzen das Licht in längere Wellenlängen. Diese Wellen können tief in das Material eindringen. Dadurch haftet die untere Schicht fest am Substrat – man muss sich keine Sorgen machen, dass die Schicht später abblättert.
Umgang mit der Hitze
Es gibt jedoch einen Trade-off: Diese Lampen werden sehr heiß. Wir bauen sie so, dass sie hohe Stromstärken bewältigen können – doch dadurch entsteht viel Wärme. Wenn Ihr Kühlsystem nicht ausreichend ist, wird die UV-Intensität abnehmen – oder schlimmer noch: Die Lampe geht viel zu früh kaputt.
Ein kleiner Tipp: Achten Sie auf die Geschwindigkeit des Transportsystems. Wenn diese zu langsam ist, werden Ihre Materialien verbrannt.
Individuelle Anpassung
Man kann diese Lampen nicht einfach austauschen und fertig. Sie müssen prüfen, ob der Ballast sowie die Form der Reflektoren geeignet sind. Es klingt nach einer Kleinigkeit, aber ein leicht falsch angepasster Reflektor kann bis zu 30 Prozent des Lichts verschwenden. Wir legen großen Wert darauf, die genaue Position des Lichtbogens innerhalb der Quarzkapsel genau zu bestimmen. Warum? Weil wir wollen, dass das Licht jedes Mal genau dort ankommt, wo es benötigt wird.
Wir möchten nicht einfach nur ein Unternehmen sein, das Ihnen Lampen verkauft. Wir möchten vielmehr als Ihr technischer Partner agieren. Falls die Härtungszeit zu lang ist, werden wir Ihnen nicht einfach sagen, dass Sie eine größere Lampe kaufen sollen. Stattdessen werden wir die Chemie Ihrer Tinte, die Leistungsstärke sowie die Entfernung der Lampe vom Substrat berücksichtigen. Zuerst finden wir den eigentlichen Engpass und beheben ihn anschließend.