
Wie man mehr aus seinen Quecksilber-UV-Lampen herausholt
Quecksilberdampflampen bleiben weiterhin die wichtigsten Geräte für die UV-Härtung. Warum? Weil sie ein breites Spektrum an Wellenlängen abgeben können – und genau diese Wellenlängen sorgen dafür, dass die Photoinitiatoren aktiviert werden.
Wenn man von „langlebigen“ Lampen spricht, klingt das wie Marketingkram. Doch es handelt sich dabei um grundlegende chemische Prinzipien. Entscheidend ist dabei die Reinheit des Quarzs sowie die Materialbeschaffenheit der Elektroden.
Warum diese Lampen eigentlich versagen
Die meisten Lampen versagen, weil das Material der Elektroden allmählich zerstört wird. Dadurch wird die Innenseite des Quarzglases bedeckt, wodurch das UV-Licht nicht mehr durchdringen kann. Um dies zu verhindern, verwenden wir Thorium-dotierten Wolfram – ein härteres Material, das dazu führt, dass die Lichtausbeute über Tausende von Stunden hinweg konstant bleibt.
Außerdem spielt auch das Glas selbst eine Rolle. Wenn man billiges Glas verwendet, wird dieses im Laufe der Zeit trüb – ein Prozess, der als Solarisation bezeichnet wird. Wir verwenden daher hochreines Quarzglas, damit alles klar bleibt.
Aber hier kommt das Problem: Hitze ist der Feind. Wenn man die Leistung der Lampe erhöht und gleichzeitig auf eine ausreichende Kühlung verzichtet, werden die Elektroden zerstört. Dadurch geht die Lampe viel schneller kaputt, als eigentlich nötig wäre.
Hören Sie auf zu raten – messen Sie lieber!
In einer modernen Anlage sollte eine Lampe keine einfache Wärmequelle sein. Die beste Lösung ist es, die Lampen mit UV-Strahlungsmessgeräten zu kombinieren. So erhalten Sie einen genauen Wert für die Lichtintensität – in Milliwatt pro Quadratzentimeter – direkt auf dem Bildschirm. Dadurch können Sie die Geschwindigkeit des Transportbands anpassen, je nachdem, wie stark das Licht auf das Produkt einwirkt. Zudem müssen Sie die Lampen nicht mehr nach einem festen Zeitplan austauschen. Warum eine funktionierende Lampe ersetzen, wenn der Sensor Ihnen schon mitteilt, dass die Lichtintensität gesunken ist? So sparen Sie viel Geld und Ressourcen.
Der Kampf gegen die Hitze
Lampen mit hoher Intensität erzeugen eine enorme Menge an Infrarotwärme. Wenn die Lüfter schwach sind oder die Kühlsysteme nicht ausreichen, wird es Probleme geben. Die PET- oder Kunststoffsubstrate können dann beschädigt werden.
Es handelt sich dabei um ein schwieriges Gleichgewicht: Man möchte zwar eine hohe Härtungsrate erreichen, doch am Ende hat man nur noch Haufen von beschädigten Teilen. Der Schlüssel liegt darin, den richtigen Balancepunkt zwischen der Geschwindigkeit des Transportbands und der Kühlkapazität zu finden.